WissensDurst: Vortrag „Steinheim im Mittelalter“ von Dr. Regina Schäfer im Rahmen der Ausstellung „700 Jahre Stadtrechte Steinheim“ am Donnerstag, den 1. Juli, 18 Uhr

After Work ins Museum und den Abend entspannt ausklingen lassen: Am Donnerstag, den 1. Juli um 18 Uhr bieten die Städtischen Museen Hanau einen Vortrag in der Reihe „WissensDurst“ im Museum für Regionale Archäologie und Stadtgeschichte Steinheim an. Die Historikerin Dr. Regina Schäfer, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, wird in ihrem Vortrag der wechselvollen Geschichte Steinheims im Mittelalter nachgehen:
In Steinheim wurden im Mittelalter Münzen geprägt und Zoll eingenommen. Die Burg Steinheim war Kern eines wichtigen Amtes, immer wieder aber wurde sie zerteilt und verpfändet, war Mitgift für eine Hochzeit und Zankapfel zwischen Rittern, Herren und Grafen und auch dem Erzbischof von Mainz.
Alle Teilnehmenden können sich auf einen spannenden Vortrag freuen. Bei gutem Wetter findet der Vortrag im Schlosshof statt.
Das Museum öffnet an dem Tag bereits um 17 Uhr, sodass ein Ausstellungsbesuch auch vor dem Vortrag möglich ist. Auch nach dem Vortrag können die Teilnehmenden die Ausstellung noch besichtigen.

Die Kosten für die Veranstaltung betragen pro Person 5 € zzgl. Museumseintritt (inkl. Getränk).

Eine vorherige telefonische oder schriftliche Anmeldung
unter 06181 – 295 – 1799 oder per E-Mail an museen@hanau.de ist notwendig. 

Die Veranstaltung findet vorbehaltlich der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen statt.

Die Ausstellung „700 Jahre Stadtrechte Steinheim“ illustriert die Geschichte Steinheims in den drei Teilen Identität – Geschichte – Objekte und zeigt nicht nur bereits Bekanntes auf, sondern macht auch vielleicht auf Unbekanntes aufmerksam. Was ist Steinheim für die Menschen, die hier leben, wie wird es wahrgenommen, was macht es aus? Anhand von Schlagworten, interaktiven Elementen, Bildern und vielen Exponaten wird genau das präsentiert. Facettenreich erzählt die Ausstellung wie Steinheim zu dem Ort wurde, der er heute ist.

700Jahre Sth KJ kleinBlick in die Ausstellung „700 Jahre Stadtrechte Steinheim“Foto: Kai Jakob, Städtische Museen Hanau

Alle Informationen zur Ausstellung sowie weitere Termine finden sich im Veranstaltungskalender der Stadt Hanau unter www.museen-hanau.de.

Museum Schloss Steinheim
Regionale Archäologie und Stadtgeschichte
Schlossstraße 9, 63456 Hanau
www.museen-hanau.de


Am scholl h b vogt 2019Mittwoch, den 9. Oktober gibt es vom Heimat- und Geschichtsverein einen Vortrag über „Widerstand gegen den Nationalsozialismus 75 Jahre 20. Juli“. Der Referent Holger B. Vogt beginnt seinen Vortrag um 20 Uhr in der Kleinen Amtsstube des Vereins im Amtshaus, Schloss Steinheim, Schlossstr. 8. Gäste sind willkommen.

Am Samstag, den 21. September lädt der Heimat- und Geschichtsverein Steinheim zu seinem monatlichen Stammtisch ein. Er findet in der „Kleinen Amtsstube“ des Heimatvereins im Amtshaus des Schlosses Steinheim statt. Der Stammtisch beginnt um 15 Uhr und dauert bis 18 Uhr. Alle Interessierte, die über Steinheimer Geschichte und Geschichten ins Gespräch kommen wollen, sind herzlich eingeladen. Für eine kleine Stärkung ist gesorgt.

himmel in stein maaser 2019Am Montag, den 20. Mai heißt es um 20 Uhr in der Alten Pfarrkirche Steinheim „Himmel in Stein“. Im Auftrag des örtlichen Geschichtsvereins erzählt der Frankfurter Historiker PD Dr. Michael Maaser die Geschichte der Alten Stadtpfarrkirche und erklärt, warum sie nicht nur für die Steinheimer ein „Himmel aus Stein“ war.

Dem Mainzer Erzbischof Dieter von Erbach gelang es am 21. Oktober 1449, die Stadtpfarrkirche aus dem Dorf Steinheim in die Stadt Steinheim zu verlegen. Das war der Anfang der Stadtpfarrkirche am Obertor. Dieters Wappen am Kirchturm zeugt noch heute davon, dass die Steinheimer ihre Kirche nicht im Dorf ließen. An der Stelle der Kapelle zum Heiligen Geist, die Gottfried von Eppstein und seine Frau Loretta am 22. Juli 1329 gestiftet hatten, entstand ein neuer Kirchenbau mit spätgotischem Chor (1504-1509). In der Kirche befanden sich u. a. eine Statue des Heiligen Sebastian (um 1510) und ein Chorgestühl (1510 und 1514) mit reichhaltigen Verzierungen. Das berühmteste Steinheimer sakrale Kunstwerk kam Mitte des 16. Jahrhunderts in die Kirche, die Strahlenmadonna. Sie stand ursprünglich in der Hanauer Kinzdorfkirche. Da die inzwischen evangelisch gewordene Kinzdorfgemeinde für die Lindenholzfigur (um 1420) keine Verwendung mehr hatte und sie deshalb aus ihrer Kirche entfernt hatte, konnte der Steinheimer Pfarrer Paulus Popp den Hanauern die Madonna abkaufen und in einer Lichterprozession in die Stadt Steinheim überführen. Hier, in der Alten Stadtpfarrkirche, steht die Figur noch heute. Zur gleichen Zeit wurde der Innenraum der Kirche durch Grabdenkmäler ausgeschmückt. Der Bildhauer Conrad Forster, in Diensten des Kurfürsten von der Pfalz und tätig im Heidelberger Schloss, schuf 1553 das Epitaph von Frowin von Hutten und seiner zweiten Frau Kunigunde.

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