poesieHeimatabend“ heißt es am Freitag, den 20 Oktober beim Heimat- und Geschichtsverein Steinheim am Main e. V. Isolde Bauer führt ab 20 Uhr in den Abend ein. Es werden Briefe aus längst vergangener Zeit gelesen uns auch das eine oder andere Gedicht vorgetragen. Der Verein hofft mit dieser Veranstaltung so manches Histörchen wieder zum Leben zu erwecken. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Arbeit des Vereins wird gebeten.
Am Freitag, den 19. Mai beginnt wieder um 14.30 Uhr das Erzählcafé im Museum Schloss Steinheim. Zusammen mit dem VDK Steinheim u. dem Steinheimer Familien- und Generationenzentrum wird der Heimat-und Geschichtsverein zum Erzählen über das Johannisfeuer in Steinheim anregen.

Es richtet sich an Menschen mit Gedächtnisstörungen und ihre Angehörige. Das Café findet monatlich an jedem 3. Freitag statt und geht bis 16 Uhr. Wer eine Fahrgelegenheit braucht melde sich bitte im Büro des Zentrums 61 610.
landvermessung 1805Natürlich votierten die Anwesenden beim Vortrag "Steinheim 1805: Festung oder Abriß? - Monsieur Tranchot vermißt die Stadt" des Heimat- und Geschichtsvereins Steinheim, für den Erhalt der Stadt. Aber es hätte auch historisch anders ausgehen können.  Dr. Dr. Mark Scheibe, Leiter der Historischen Kommission für die Rheinlade 1789-815, verdeutlichte die damaligen militärischen Vorgaben.

Im Frühherbst 1792 gelangte ein französisches Revolutionsheer unter General Adam-Philippe de Custine nahezu ohne Widerstand bis in das Gebiet des heutigen Hessens. Von Darmstadt über Frankfurt, die Wetterau bis an die Lahn hieß es für wenige Wochen „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“.

Zwei wesentliche Ziele verfolgte die junge Republik. Einmal sollten ihre Grenzen verteidigt werden, aber es gab auch das Angebot sich dieser neuen Gesellschaftsordnung anzuschließen. So war das Motto des Feldzuges: „Krieg den Palästen, Friede den Hütten“.

Doch wer herrschen will, braucht genaue Karten. Der Vermessungsingenieur Tranchot wurde in die Region geschickt, um die Region zu kartieren. Scheibe führte als Monsieur Tranchot und den originalen Vermessungsinstrumenten auf kurzweilige Art die Zuschauer 200 Jahre zurück. Erklärte und zeigte, das man nur eine Strecke vermessen muss und dann aufgrund der Winkel das ganze Land kartieren kann.

Das Kurfürstentum Mainz, sowie Frankfurt waren französisch. Gegenüber von Steinheim befand sich die ausländische Festung Hanau. Ob es die Absicht war Steinheim als Ponton zur Festung auszubauen oder die Stadt abzureißen, die 1803 eh durch ein Unwetter fast ganz zerstört war, blieb offen. Die Zuhörer entschieden sich für den Erhalt der Stadt.
steinheim anno dazumal 2017Zum Jahresanfang fand der Heimat- und Geschichtsverein Steinheim den richtigen Einstand. Bei „Steinheim anno dazumal“ war das Steinheimer Familien- und Generationenzentrum voll besetzt. Evelin Weber und Burkhard Huwe führten die Zuhörer in einer virtuellen Wanderung durch die 17 Millionen Jahre währende Geschichte des Stadtteils. Anhand von Luftbildaufnahmen aus den 50er Jahren wurde die römische Besiedlung gezeigt. Da der Main erst zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert sein bisheriges Flussbett einnahm, lagen die Römer und damit auch Klein-Steinheim zum damaligen Zeitpunkt auf „Hanauer“ Gebiet. So erfuhren die Zuhörer auch viele Details, die bei einer Stadtführung nicht gezeigt oder erzählt werden können. Mit vielen Bildern ging es dann vom Mittelalter bis zur Neuzeit durch Klein- und Groß Steinheim weiter. Da es doch eine große Zeitreise war, konnten man sich in einer Pause und danach noch zünftig mit Schmalzbrot stärken.
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