initiative erinnern und gedenkenFür Montag, den 25. Januar um 19.30 Uhr lädt die Initiative Runder Tisch zum Erinnern und Gedenken im Alltag an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus in Kooperation mit dem Kinopolis Hanau  zu einer Filmvorführung des Films „Der Staat gegen Fritz Bauer“ mit anschließendem Gespräch ein.

Fritz Bauer (1903-1968) widmete sich als jüdischer Remigrant und radikaler Demokrat der Rekonstruktion des Rechtssystems in der BRD nach 1945. Als hessischer Generalstaatsanwalt von 1956 bis 1968 hat er 1957 den entscheidenden Hinweis auf den Aufenthaltsort des früheren SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann gegeben und war in den sechziger Jahren maßgeblich an dem Zustandekommen der Frankfurter Auschwitz-Prozess beteiligt.

Der Spielfilm von Burghardt Klaussner und Roland Zehrfeld nimmt die Geschichte Fritz Bauers auf und schildert auf eindrückliche Weise die Wirkung und Folgen der „Schlussstrich-Mentalität“ in Staat und Gesellschaft der noch jungen Bundesrepublik Deutschland. Er wirft damit erneut Fragen zur Aufarbeitung der nationalsozialistische Verbrechen auf, aber auch wie nach einer totalitären Herrschaft grundsätzlich mit der Anerkennung des Leids der Opfer, der Schuld und der Verantwortung der Täter  und damit auch der grundsätzlichen Frage nach Gerechtigkeit umgegangen werden soll.

Die Initiative Erinnern und Gedenken lädt ein, nach der Filmvorführung darüber ins Gespräch zu kommen.

emil wuerthMarstall, Lichtbildvortrag Holger B. Vogt

Am Freitag, den 5. Februar lädt der Heimat- und Geschichtsverein für 20 Uhr zu einem  Vortrag in den Marstall, Schloss Steinheim ein. Holger B. Vogt referiert über den Fastnachter Emil Würth. Vielen älteren Steinheimern ist Emil Würth sicherlich noch von seinen Büttenreden bekannt. In der Äppelwoi-Epoche der 50er und 60er Jahre verlieh man ihm das Prädikat: Steinheims Karnevallskönig. Mit seinem staatlich geprüften Bandwurmabsaugegerät war er überregional bekannt und hielt die Fahne der Staanemer Fasnacht und seinen geliebten Club Videlio hoch. Obwohl der Verein zum Vortrag einige seiner Orden und Urkunden ausstellt, er mit einem Originalmitschnitt seines Vortrages: „Die Kalbsbrust“ nochmals im Marstall lebendig wird, wird auch dem Bürgerpoeten Würth gedacht. Wird sein Leben und seine Liebe zur Steinheimer Altstadt nachgezeichnet, dies nicht nur mit seinem Gedicht: „Mei Staanem“ in dem er seine Vaterstadt und den Äppelwoi verehrt.

getup logo farbe 189x128An jedem dritten Freitag im Monat lädt das Steinheimer Familien- und Generationenzentrum um 14.30 Uhr in das Museum Schloss Steinheim ein. In Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein findet das Erzählcafé „Erinnerungen und Erzählungen“ statt. Im Erzählcafé treffen sich Steinheimer mit demenziellen Erkrankungen und ihre Angehörigen. Die Treffen werden von der Johanniter Unfall-Hilfe Hanau und Main-Kinzig-Kreis und von der Steinheimer Nachbarschaftshilfe betreut.

getup pm 2 
Das offene Erzählcafé dient zur Förderung und Stärkung von Selbsthilfe. Die Teilnehmer erhalten Anregungen für ihre eigenen Erzählungen und Erfahrungen. Es findet regelmäßig am 3. Freitag eines jeden Monats im Museum Steinheim statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sollte ein Fahrdienst benötigt werden, wird um Anmeldung im Evangelischen Gemeindebüro Tel. 61 610 gebeten.

 
Datum der PM: 30.03.2015

 

todesangstbruderschaft kleinAm Freitag, den 6. November tauchen die Zuhörer beim Heimat- und Geschichtsverein in die Volksfrömmigkeit des 17. Jahrhunderts in Steinheim ein. Um 20 Uhr referiert Christoph Neuert M.A. im Marstall des Schlosses Steinheim über die „Steinheimer Todesangstbruderschaft“.

Die Bruderschaft von der Todesangst Christ ist eine katholische Bruderschaft mit dem Ziel für einen gnädigen Tod für sich und seine Mitbrüder zu beten. Sie wurde von Jesuiten im 17. Jahrhundert gegründet und erlebte eine Blütezeit im 18. Jahrhundert. Hierzu sollte das während der Reformation sehr zurückgegangene Sakrament der Krankensalbung und der letzten Ölung wieder verstärkt gefördert werden. Gleiches gilt für das Sakrament der Beichte. Demzufolge diente diese Bruderschaft auch zur Stärkung des katholischen Glaubens in ehemals reformierten Gebieten.

Neuert stieß auf diese bisher in Steinheim nicht bekannte Bruderschaft während seiner Studien zum Magister im Archiv des Vereins. Gäste sind zu dem Vortrag willkommen.
Zum Seitenanfang