karl v miltitz layout 1Am Donnerstag, den 17. November dreht es sich in einem Vortrag von Dr Maria Regina Kaiser nicht um die Protagonisten der Reformation vor 499 Jahren sondern um einen Menschen des friedlichen Ausgleichs. Um 20 Uhr referiert Dr. Kaiser im Marstall Schloss Steinheim über „Mutmaßungen über Karl von Miltitz“. Die Veranstaltung des Heimat- und Geschichtsvereins Steinheim behandelt das Leben des päpstlichen Gesandten, den Überbringer der Papstrose, seine Verhandlungen mit Luther und seinen jähen Tod im Main in Groß-Steinheim im Jahre 1529.

Gäste sind zu der Veranstaltung gerne gesehen. Zur Würdigung des in der Geschichte versunkenen von Miltitz und zum Gedankenaustausch gibt es im Nachgang noch einen Umtrunk.

 

Steinheimer Familien- und Generationenzentrum,
Lichtbildvortrag Dr. Helmut Jenne

rousselleAm Montag, den 25. April geht es beim Heimat- und Geschichtsverein Steinheim um die Steinheimer Familie Rousselle. Eine Familie die im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert aus Steinheim und aus Hanau nicht weg zu denken war. Viele werden den Kuschke noch kennen. Haben dort früher das Tanzbein geschwungen. Wer aber kennt in Steinheim die Mitteldeutsche Hartsteinindustrie die von ihr gegründet wurde? Die Firma die unter anderem die ICE-Schnellstrecke Frankfurt-Köln gebaut hat. Der Nachfahre dieses Familienimperiums Dr. Helmut Jenne hat sich intensiv mit seiner Familiengeschichte befasst und wird diese in einem Bildervortrag vorstellen. Der Vortrag findet um 20 Uhr im Steinheimer Familien- und Generationenzentrum in der Ludwigstr. 27, Hanau-Steinheim statt, der Ort der auf eine Schenkung der Familie im 19. Jahrhundert zurück geht. Gäste sind herzlich eingeladen.
Am Freitag, den 15. April beginnt wieder um 14.30 Uhr das Erzählcafé im Museum Schloss Steinheim. Der Heimat- und Geschichtsverein zeigt nochmals Bilder der Geschäfte die sich früher und einige auch noch heute in der Altstadt von Steinheim befanden. Das Erzählcafé wird zusammen mit dem Steinheimer Familien- und Generationenzentrum und dem VDK Steinheim durchgeführt. Es richtet sich an Menschen mit Gedächtnisstörungen und ihre Angehörige. Das Café findet monatlich an jedem 3. Freitag statt.

initiative erinnern und gedenkenFür Montag, den 25. Januar um 19.30 Uhr lädt die Initiative Runder Tisch zum Erinnern und Gedenken im Alltag an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus in Kooperation mit dem Kinopolis Hanau  zu einer Filmvorführung des Films „Der Staat gegen Fritz Bauer“ mit anschließendem Gespräch ein.

Fritz Bauer (1903-1968) widmete sich als jüdischer Remigrant und radikaler Demokrat der Rekonstruktion des Rechtssystems in der BRD nach 1945. Als hessischer Generalstaatsanwalt von 1956 bis 1968 hat er 1957 den entscheidenden Hinweis auf den Aufenthaltsort des früheren SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann gegeben und war in den sechziger Jahren maßgeblich an dem Zustandekommen der Frankfurter Auschwitz-Prozess beteiligt.

Der Spielfilm von Burghardt Klaussner und Roland Zehrfeld nimmt die Geschichte Fritz Bauers auf und schildert auf eindrückliche Weise die Wirkung und Folgen der „Schlussstrich-Mentalität“ in Staat und Gesellschaft der noch jungen Bundesrepublik Deutschland. Er wirft damit erneut Fragen zur Aufarbeitung der nationalsozialistische Verbrechen auf, aber auch wie nach einer totalitären Herrschaft grundsätzlich mit der Anerkennung des Leids der Opfer, der Schuld und der Verantwortung der Täter  und damit auch der grundsätzlichen Frage nach Gerechtigkeit umgegangen werden soll.

Die Initiative Erinnern und Gedenken lädt ein, nach der Filmvorführung darüber ins Gespräch zu kommen.

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